Pálinka Der ungarische Obstbrand
Das hochprozentige Hungarikum - Pálinka Schnaps

In Ungarn gibt es hervorragenden Wein und leckeres Bier - aber am bekanntesten ist dann doch der ungarische Schnaps, der Pálinka. Spirituosen werden in Ungarn schon mindestens seit dem 13. Jahrhundert hergestellt und konsumiert. Die erste schriftliche Erwähnung findet man aber erst im 17. Jahrhundert in einem Werk über die Herstellung von Weinbrand.
Herstellung von Pálinka Schnaps
Pálinka kann aus sehr vielen Obstsorten gewonnen werden, etwa Äpfeln, Schlehen oder auch Maulbeeren. Mit Abstand am beliebtesten sind aber Aprikose, Birne und Kirsche. In einer mehrwöchigen Gärung bildet das Obst unter Luftausschluss genug Alkohol um anschließend destilliert werden zu können. Hierdurch bleiben die wertvollen Aromen erhalten und der Alkoholgehalt beträgt in der Regel zwischen 40 und 50%.
Ungarischer Pálinka
Laut gesetzlicher Vorgabe darf die Bezeichnung Pálinka nur verwendet werden, wenn sowohl das Ausgangsprodukt aus Ungarn stammt, als auch die Destillation und Abfüllung in Ungarn stattfinden. Auf EU-Ebene haben aber auch 4 österreichische Bundesländer (Burgenland, Wien, Steiermark und Niederösterreich) das Recht ihren Schnaps unter der Bezeichnung Pálinka zu verkaufen. Der Alkoholgehalt muss dann aber mindestens 37,5% betragen.
Privates Schnapsbrennen in Ungarn
Aufgrund einer Gesetzesänderung im Jahre 2010 darf jeder Ungar pro Jahr bis zu 80 Liter Schnaps für den "Eigenbrauch" (und damit steuerfrei) zu Hause brennen. Diese nicht gerade gesundheitsfördernde Regelung wird auch heute noch vielfach als "Kompensationsgeschenk" für andere gleichzeitig in Kraft getretene Steuererhöhungen angesehen.